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PRESSEMITTEILUNG
Entlassmanagement insbesondere wichtig in Zeiten von Corona
Ärzteverbund Südwestfalen weißt auf zusätzliche Leistungen und verbesserte Bedingungen für den Übergang aus dem Krankenhaus in die ambulante Behandlung hin


[Südwestfalen] Um den reibungslosen Übergang aus der Krankenhausbehandlung in die anschließende ambulante Behandlung zu gewährleisten wurde bereits 2017 für Krankenhäuser im Sozialgesetzbuch V das sogenannte Entlassmanagement verpflichtend eingeführt. Die einzelnen Regelungen sind in einem Rahmenvertrag festgelegt worden, den die Kassenärztliche Bundesvereinigung, die Deutsche Krankenhausgesellschaft und der GKV-Spitzenverband gemeinsam beschlossen haben. Vergleichbare Regelungen gelten auch für die Entlassung nach einem Reha-Aufenthalt. Die Leistungen des Entlassmanagements wurden jetzt erweitert.

„Durch das Entlassmanagement wird sichergestellt, dass für die Patienten schon im Krankenhaus die ambulanten Leistungen eingeleitet werden, die nach der Klinikentlassung erforderlich sind“, erklärt Stefan Spieren, Facharzt für Allgemeinmedizin und Allgemeinchirurgie in Wenden und Vorsitzender des Vorstandes des Ärzteverbundes Südwestfalen, „das heißt, der Patient erhält z.B. eine Verordnung für Medikamente oder auch Krankengymnastik am Entlassungstag zusammen mit dem Entlassungsbrief und einen Medikamentenplan.“ Somit muss der Patient nicht sofort zu seinem weiterbehandelnden Arzt, gerade nach einer Operation oder im Alter kann dieser Weg beschwerlich sein. Auch bei Entlassung kurz vor dem Wochenende ist die Zeit zu knapp.

Der Rahmenvertrag sieht vor, dass für Verordnungen im Krankenhaus dieselben Regelungen wie in der Arztpraxis gelten. Auch die Vorgaben zur Wirtschaftlichkeit gelten analog. Ebenso dürfen Kliniken für die Bedruckung der Formulare nur zertifizierte Softwareprodukte einsetzen. Verordnungen sollen wie im vertragsärztlichen Bereich nur durch Krankenhausärzte mit abgeschlossener Weiterbildung vorgenommen werden - so teilt es die Kassenärztliche Bundesvereinigung auf ihrer Homepage mit.

„Während meiner langjährigen Praxistätigkeit habe ich unterschiedliche Veränderungen im Gesundheitssystem miterleben müssen, die Einführung des Entlassmanagement ist meiner Meinung nach die vernünftigste Regelung, denn sie dient insbesondere unseren Patienten“, so Rainer Pfingsten, Facharzt für Gynäkologie und Frauenheilkunde, aus Attendorn, stellv. Vorsitzender des Vorstandes des Ärzteverbundes Südwestfalen. Wer aus dem Krankenhaus entlassen wird muss nicht zwingend noch am gleichen Tag in eine Arztpraxis, wenn dringend benötigte Verordnungen besorgt werden müssen. „Dies ist schon seit 2017 nicht mehr erforderlich, da für die ersten sieben Tage alles durch den Krankenhausarzt erfolgen kann“, ergänzt Rainer Pfingsten.

Zum 1. Juli 2020 wurden diese Leistungen erweitert, Krankenhäuser können nun auch Krankenbeförderungsleistungen und auch die spezialisierte ambulante Palliativversorgung veranlassen. Zudem wurde klargestellt, dass Krankenhäuser die Arzneimittelversorgung bei der Entlassung sicherstellen müssen. Normalerweise darf die kleinste Packungsgröße mitgegeben beziehungsweise verordnet werden. Aufgrund der Corona-Pandemie gibt es Sonderregelungen, bei der Verordnung von Arzneimitteln im Entlassmanagement ist z.B. die Begrenzung auf eine Packung mit dem kleinsten Packungsgrößenkennzeichen ausgesetzt. Zeitliche Erweiterungen gibt es auch für verschiedene Bescheinigungen.

„Für unsere Patienten ist es wichtig zu wissen, dass sie alle im Anschluss an den Krankenhausaufenthalt empfohlenen Medikamente, Therapien oder Versorgungen direkt am Entlassungstag im Krankenhaus erhalten. Natürlich für zunächst nur einen kurzen Zeitraum, aber niemand muss Sorge haben, dass der weiterbehandelnden Arzt nicht kurzfristig verfügbar ist“, erklärt Stefan Spieren, „sogar Haushaltshilfe und Kurzzeitpflege sowie alle dafür erforderlichen Leistungen kann der Krankenhausarzt veranlassen“.
Die Zusammenarbeit mit den Krankenhäusern vor Ort wird durch das Entlassmanagement unterstützt. Dadurch, dass der Gesetzgeber auch die wirtschaftlichen Vorgaben in Krankenhäusern und Arztpraxen bei Verordnungen gleich gesetzt hat, gibt es an dieser Stelle auch keine Diskussions- oder Reibungspunkte mehr. Unterschiede im Rahmen der Medikation zwischen Krankenhäusern und Arztpraxen werden immer seltener. Vergleichbare Regelungen wie für die Krankenhausentlassung gelten auch für die Entlassung nach einem Reha-Aufenthalt.

"Gerade in Zeiten von Corona ist es wichtig, Patientenkontakte auf möglichst unvermeidbare Besuche zu reduzieren. Das Entlassmanagement ist dafür ein geeignetes Instrument. Daher sollte dies auch konsequent für die Patienten umgesetzt werden. Aufgrund der Corona-Pandemie wurden daher sogar bestehende Begrenzung zeitlich befristet aufgehoben“, berichtet Stefan Spieren. Der Ärzteverbund Südwestfalen wird in den nächsten Wochen den Ärzten der Region Informationsmaterial für ihre Patienten zur Verfügung stellen, welches im Rahmen von Krankenhauseinweisungen mitgegeben werden kann.
Entlassmanagement Übersicht
Arzneimittelverordnung (Medikamente)
Medikationsplan
Entlassungs-/Arztbericht
Heilmittelverordnung
Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung
Krankentransportbescheinigung
häusliche Krankenpflege
Haushaltshilfe
Kurzzeitpflege
spezialisierte ambulante Palliativversorgung
Ärzteverbund Südwestfalen (ÄVSW)
Der Ärzteverbund Südwestfalen wurde am 17.02.2000 als Zusammenschluss aus verschiedenen Praxen, die über ganz Südwestfalen verteilt sind, gegründet. Mit über 150 Mitgliedern von Allgemeinmedizinern und Psychotherapeuten bis zu Urologen sind verschiedene Fachrichtungen inbegriffen. Der Fachübergreifende Verbund verbessert die Qualität der Behandlungen und der Kommunikation der Ärzte und Praxen untereinander. Der Ärzteverbund Südwestfalen ist stets um neue und innovative Dienstleistungen bemüht, und darum Behandlungsstandards weiterzuentwickeln. Die Sicherstellung einer hochwertigen medizinischen Versorgung ist und bleibt die vorrangige politische Forderung des Ärzteverbundes Südwestfalen. Durch regelmäßige Treffen, Veranstaltungen und Aktionen stärkt der Ärzteverbund die medizinische Versorgung in Südwestfalen.
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Stefan Spieren MBA
Vorsitzender des Vorstandes
eMail: stefan@spieren.de
Mobil: 0 171 / 26 101 22

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